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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
230
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250anfängliche Plan war, daß Blücher nur im Vereine mitder Nordarmee schlagen sollte, so waren doch die Bewegungendes Kronprinzen von Schweden so zögernd und vorsichtig, daßauf ein raſches Eingreifen von ſeiner Seite nicht zu rechnenwar. Blücher wollte nicht auf ihn warten. Er wußte,daß Schwarzenberg darauf rechnete, die schlesische Armeewerde am 16. angreifen und Blüchers Art war es nicht,Jemanden im Stiche zu lassen. Mußte er auch allein, ohn-die Nordarmee, fürchten, nicht stark genug zu einem entschei-denden Schlage zu sein, so wollte er doch wenigstens einerTheil der französischen Armee auf sich ziehen, was dem bömi-schen Heere von Vortheil sein mußte. Deshalb brach er vorHalle auf und gelangte am 15. nach Schkeuditz, drei Stundenvon Leipzig. Am 16. Morgens zog er weiter, also von derNordwestseite auf Leipzig zu, längs des rechten Ufers der Elster.Gegen einen vermutheten Angriff des schlesischen Heereshatte Napoleon eine starke Truppenmacht *) hier aufgestellt,welche auf der Straße von Halle Verschanzungen angelegt undeine feste Stellung genommen hatte. Diese stützte sich linksan die Elster, rechts an das Dorf Lindenthal, während etwasweiter zurück die Dörfer Groß= und Klein=Wiederitzsch auch starkbesetzt waren.Am 16. gegen 10 Uhr Morgens erhielt plötzlich derfranzösische Feldherr Befehl von Napoleon, seine Stellung) Unter Marschall Marmont; es war die Armee des Mar-schalls Ney, die folgerichtig hier stehen mußte, da sie immergegen die Nordarmee gestanden hatte. Ney führte auch jetztden Oberbefehl und Marmont nur ein einzelnes Corps.Ney aber, weil Blücher etwas spät kam, glaubte, er werdgar nicht kommen und seine Hülfe sei bei Wachau nöthiger.und verlor den ganzen Tag mit Hin= und Hermärschen.