196übereinstimmend handelten und so seine Hoffnung vernichteten,ihnen durch Fehler, die sie begingen, eine Schlappe anzuhän-gen, wo sich ihm vielleicht Aussicht zu einem ehrenvollenFrieden geboten hätte *).So war er kaum von seinem letzten Marsche gegen dasböhmische Heer zurück, als er sich zum dritten Male gegenBlücher wandte. Dieser stand noch immer bei Bautzen, hattaber seine Vortruppen bis Bischoffswerda und weiter vorge-schoben, sein rechter Flügel zog sich schon nach Camenz hinund suchte die Vereinigung mit dem linken Flügel des Nord-heers **)Napoleon begab sich am 22. auf das rechte Elbuferzu der Armee Macdonald's, die schon bis Hohenstein zurückgedrängt war. Er ließ sogleich die preußischen Vortruppenangreifen und bis hinter Bischoffswerda zurückdrängen. DieVerbündeten zogen sich hier und auch am folgenden Tage aufihre Hauptstellung nach Bautzen zurück, während ihr linkerFlügel***) mehr nach Böhmen hin auswich. Am folgendenTage gingen die Franzosen nur langsam vor und sahen Blü-cher bei Bautzen bereit stehen, eine Schlacht anzunehmen.Um diese steten Hin= und Herzüge Napoleons, die erimmer mit seinem Heere unternahm, klar vor Augen zuhaben, sehe man die Tabelle unter der Rubrik NapoleonDie Pläne, nach welchen Blüchers Heer sich mit dem böh-mischen vereinigen sollte, die Gründe, aus welchen diesunterblieb, mögen hier unerörtert bleiben. Es ist genug,das zu erzählen, was wirklich geschehen ist. Die tiefer lie-genden Pläne und Umstände, welche oft aus politischen, oftaus strategischen Gründen das Geschehene bestimmten, gehörennicht in den Plan dieser Blätter.88Die Oesterreicher unter Bubna.
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