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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
171
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171durch, bis hinter Kulm. Kulm liegt in dem Thale von Töplitz, Stunde von letzterer Stadt und hier fangen an, dieGebirgswege sich in das Thal zu münden, durch welche derRückzug der verbündeten Truppen gehen mußte. Ostermannstellte sich hinter Kulm auf, entschlossen, hier dem Feinde einenDamm vorzusetzen, lehnte seinen linken Flügel an das Gebirgegegen Norden, und seinen rechten an das Dorf Karwitz. Vorseiner Fronte lag das Dorf Pristen, daß er stark besetzte.So sperrte er das Thal. Zugleich ließ er den Kaiser vonOesterreich und den König von Preußen, die in Töplitz waren,von der Gefahr des großen Heeres unterrichten und daß erentschlossen wäre, sich zu halten, so lange er könne. DerKaiser von Oestereich verließ darauf Töplitz und ging weiterzurück. Der König von Preußen eilte nach dem Schlachtfelde.Vandamme war in das Thal hinabgestiegen und begierigTöplitz zu erreichen, griff er sogleich mit Ungestüm an, ehenoch seine Truppen sämmtlich auf dem Schlachtfelde angelangwaren. Sein erstes Anstürmen galt dem linken Flügel, alleines war vergeblich. Mit unerschütterlicher Standhaftigkeithielten es die Russen aus, und obwol dieser Punct der schwächsteder Schlachtordnung war, gelang es den Feinden nicht, durch-zubrechen. Jetzt wandten sie sich gegen die Mitte der Russendie durch das Dorf Pristen geschützt wurde. Nach wüthenderGegenwehr eroberten die Franzosen das Dorf, wurden aberwieder herausgeworfen. Noch einmal nahmen sie es und nocheinmal verloren sie es wieder. Mittlerweile war ihr letzterAngriff auf den linken Flügel abgeschlagen worden. Da warfsich Vandamme zum dritten Male auf Pristen, eroberte esnochmals und bedrohte jetzt das Centrum der Russen. Dochin diesem Augenblicke stürzte sich russische Reiterei auf die Fran-