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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
168
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168zum Rückzuge. Zwar waren sie noch stark genug, um füreinen neuen Angriff den Sieg hoffen zu dürfen, zwar erhobensich viele Stimmen im Kriegsrathe gegen den Rückzug, undNapoleon selbst erwartete für den folgenden Tag eine neuegroße Schlacht. Allein die Truppen waren durch das schlechteWetter und Mangel an Lebensmitteln ſehr ermüdet, und esfing an, an Schießbedarf zu fehlen. Der Mangel an Lebens-mitteln war so groß, daß viele Soldaten sich in die Gefangen-schaft des Feindes begaben, um nur etwas zu essen zu bekom-men. Dazu kam, daß die Hauptrückzugsstraße der Verbündetenbereits abgeschnitten war, daß also das ganze Heer Gefahrlief, bei ungünstigem Ausgange eines neuen Kampfes in diemißlichste Lage zu gerathen. Demnach wurde der Rückzugbestimmt beschlossen und zum Theil noch an demselben Abendezum Theil am folgenden Morgen angetreten. Der Verlust derVerbündeten an den beiden Schlachttagen mochte sich an Gefan-genen, Todten und Verwundeten auf 20,000 Mann belaufen.Die Feinde hatten verhältnißmäßig weniger verloren.§. 5.Der Rückzug konnte den Verbündeten sehr gefährlichwerden. Die über das Gebirge führenden Wege sind bereitsoben erwähnt. Sie waren durch den unaufhörlichen Regennoch ungangbarer geworden. Ein geschlagenes Heer, das sichauf solchen Wegen zurückziehen muß, ist immer in mißlicherLage. Die Verwundeten hemmen seine Eile, die Bagagewagenund das Geschütz versperren oft die Wege, und dazu kommt,daß bei einem Rückzuge nie die Ordnung und Uebereinstim-mung herrscht als sonst, daß der Rückzug nach einer verlornenSchlacht selbst einen entmuthigenden Eindruck auf die Truppenmacht.