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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
156
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156Von größerer Wichtigkeit war ein Treffen, was beinah-im Rücken der Nordarmee vorfiel. Um den Marsch des Marschalls Oudinot auf Berlin zu unterstützen, hatte der Genera-Girard Befehl erhalten, mit einem Theile der BesatzungMagdeburgs von dort aus gleichfalls auf Berlin zu gehenIhm gegenüber stand ein Corps Preußen unter GeneralHirschfeldt bei Brandenburg, welches, indem es die FestungMagdeburg beobachtete, zugleich den äußersten rechten Flügelder Nordarmee bildete. Dieses Corps war zur Zeit des Vor-rückens der französischen Hauptarmee näher an die Haupt-stellung der Verbündeten gezogen worden, kehrte aber nachder Schlacht bei Großbeeren in seine alte Stellung zurück.Am 21. rückten die Franzosen aus Magdeburg aus.Ihre Stärke betrug etwa zehntausend Mann. Sie rücktenzunächst nach Ziesar vor und gingen dann nach Belzig. InNähe dieser Stadt bezogen sie am 27. ein Lager bei dem DorfeLübnitz. Die Preußen waren ihnen immer gefolgt und standenjetzt im Rücken des Feindes, wenn man dessen Front nachWittenberg gekehrt denkt. Auf dem linken Flügel des Fein-des *) befindet sich ein dichter Wald. Durch diesen beschloßder preußische Heerführer seine Truppen zum Angriff zu führen.Dies gelang so gut, daß sie vom Feinde unbemerkt sich aufstellen und unerwartet ihn angreifen konnten. Das Treffenwar blutig und hartnäckig. Die Dörfer Hagelsberg und Lüb-nitz wurden genommen und wieder verloren. Endlich gelanges der ausdauernden Tapferkeit der Preußen, einen vollständigenSieg zu gewinnen. Zuletzt kamen ihnen noch einige Regi-menter Kosacken zu Hülfe, so daß dem Feinde nichts als derRückzug übrig blieb. Er ging theils nach Magdeburg, theils*) In der Linie von Belzig nach Brück.