143den Freiwilligen, die er Gesindel nannte (canaille), und hofftedaß der Kronprinz von Schweden seine eignen Truppen schonenund daß dadurch Mißhelligkeiten zwischen den Anführern derNordarmee ausbrechen würden. Deshalb hielt er eine kleineMacht für hinreichend, dieses Heer zu schlagen und Berlin ein-zunehmen. Zu dem Ende sandte er den Marschall Oudinotmit sechsundsechszigtausend Mann dahin, mit dem Auftrage,Berlin zu nehmen. Dieſe franzöſiſche Armee hatte ſich beiBaruth zusammengezogen und begann am 18. August ihreBewegungen, zunächst auf Trebbin, bis zu welcher Stadt undüber welche hinaus die Verbündeten ihre ersten Posten vorge-schoben hatten. Schon am folgenden Tage kam es zu Vorposten-gefechten. Die dortige Gegend, von Sümpfen und Morästendurchschnitten, hier und da durch die Verbündeten künstlichüberschwemmt, verhinderte den Feind rasch vorzurücken. Sokam er erst am 20. in die Gegend von Trebbin, das er amfolgenden Tage angriff. Die Stadt war nur schwach von denPreußen besetzt, wurde aber doch vier Stunden lang hartnäckigvertheidigt. Endlich fanden die Franzosen den Weg, sie zuumgehen und die Preußen zogen sich zurück. Heftiger wardas Gefecht am folgenden Tage bei dem Dorfe Wittstock. DiePreußen vertheidigten sowol das Dorf, als ihre Stellung dabeimit der äußersten Hartnäckigkeit *) und zogen sich erst zurück, alssie Gefahr liefen, überflügelt zu werden. Alle diese Gefechtewaren nur gegen preußische Vortruppen geliefert worden, welchesich immer auf ihre Hauptstellung zurückzogen. Diese war umdas Dorf Großbeeren herum, zwei Meilen von Berlin, undam 22. Abends standen alle Truppen in ihren Positionen. Sokam es am folgenden Tage zur Schlacht von Großbeeren.*) Unter General Thümen.
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