147Achtes Kapitel.Die Nordarmee.§. 1.Die Nordarmee, befehligt von dem Kronprinzen vonSchweden, war hundertvierundfünfzigtausend Mann stark.Wenn man davon die Blokadecorps vor den von den Franzosennoch besetzten Festungen und das Corps des Generals Wall-moden, das gegen die Macht der Franzosen in Hamburg stand,abrechnet, so bleiben zur wirklichen Thätigkeit im Felde etwahundertsechstausend Mann. Dem allgemeinen Feldzugsplander Verbündeten zufolge, sollte die Nordarmee von Norden herüber die Elbe nach Sachsen vordringen, zur Vereinigung mitden übrigen Heeren. Bei diesem Plane ergab sich von selbstals Nebenzweck, daß die Nordarmee Berlin gegen die Angriffedes Feindes schütze. Die Aufstellung dieses Heeres bildeteeinen großen Bogen von Brandenburg bis Beeskow. Beidiesen letzteren Städten standen nur Seitencorps, bestimmtetwaigen Ueberflügelungen des Feindes von der Elbe her undaus der Lausitz zu begegnen. Die Hauptstärke stand bis Trebbin,so daß sie Berlin im Rücken hatte. In Mittenwalde stand derlinke Flügel (Preußen), in Trebbin das Centrum (Preußen),bei Beelitz der rechte Flügel (Russen). Weiter rückwärts bisBerlin und Potsdam standen die Rückhaltstruppen, unter ihnendie schwedische Armee.Napoleon hielt die Nordarmee nicht für so stark, alssie war. Er schätzte sie auf höchstens fünfzigtausend Mann,dachte mit Geringschätzung von der preußischen Landwehr und10*
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