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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
138
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153Bober zu gehen. Da Blücher nichts weniger als das Vor-gehen der Feinde erwartete, so waren seine Stellungen nichtauf Vertheidigung berechnet. Daher fanden die Franzosen, alssie über den Bober gingen, nicht einen Widerstand, der esihnen hätte dauernd verwehren können. Sie schlugen Brückensetzten über und nahmen das Dorf Plagwitz. Zugleich besetztensie die Höhen, welche bei diesem Dorfe lagen und trenntendadurch das Centrum der Verbündeten von ihrem linken Flü-gel. Zwar eroberten die Preußen das Dorf zurück, wurdenaber wieder herausgeworfen. Blücher, der jetzt NapoleonsAnwesenheit und den Anmarsch immer stärkerer Truppenmassenerfuhr, gab Befehl zum Rückzuge. Dieser wurde mit Ordnunangetreten und durch die Nachhut so geschützt, daß es den Franzosennicht gelang, ihn zu beunruhigen. Doch hatten die Verbündetenin den Gefechten dieses Tages an zweitausend Mann verloren.Gleichzeitig mit diesen Gefechten hatten die Franzosen beiBunzlau gegen den rechten Flügel der Verbündeten wieder dieOffensive ergriffen und der Befehlshaber desselben fand sich nachhartnäckigem Gefechte bewogen, seinerseits auch den Rückzuganzutreten. Die Franzosen hausten neuerdings in den wieder-gewonnenen Orten mit kannibalischer Unmenschlichkeit.Am folgenden Tage setzten die Verbündeten ihren Rückzugbis an die Katzbach fort, indem sie sich fortwährend gegen dennachdringenden Feind mit der größten Tapferkeit schlugenZur weitern Deckung des Rückzugs ließ Blücher Goldbergbesetzen und rechts von der Stadt eine feste Stellung nehmen.Am 23. wurde die Stadt sowol, als jene Stellung heftigangegriffen. Die Verbündeten vertheidigten sich mit der größtenTapferkeit bis Nachmittags und erst der Befehl zum Rückzugebrachte sie aus dem Feuer. Namentlich war Goldberg, nurvon sechs Bataillons, sehr tapfer vertheidigt und alle Angriffe