157während des Waffenstillstandes mit großen Kosten angelegten,Befestigungen von Bunzlau in die Luft gesprengt hatten,So hatte die schlesische Armee in vier Tagen den Feindvon der Katzbach bis hinter den Bober getrieben und hieltjetzt das rechte Ufer dieses Flusses besetzt, so daß der rechteFlügel in Bunzlau, der linke in Zobten, das Centrum Löwen-berg gegenüber stand.Die Franzosen hatten bei ihrem Rückzuge die abscheulichstenPlünderungen und oft zwecklose Verwüstungen und Grausam-keiten verübt. Sie machten die Stimmung der Preußen dadurcheben nicht milder.§. 3.Fast alle Brücken über den Bober waren von den Feindenzerstört worden. Blücher glaubte deshalb: sie wollten sichnoch weiter zurückziehen und dächten nicht daran, über diesenFluß wieder vorzugehen. Allein es kam anders. Napo-leon, der Blüchers ungestümen Charakter kannte, mochtewol am ersten hoffen, diesen zu einer Schlacht zu bewegen undihn mit Uebermacht zu schlagen. Dadurch wäre er jederGefahr von dieser Seite für eine Zeit lang überhoben gewesenund hätte seine ganzen Kräfte gegen die böhmische Armee wen-den können. Zu dem Ende eilte er selbst mit bedeutendenVerstärkungen von Sachsen herbei. Am 21. in Löwenbergangekommen, gab er sogleich Befehl, mit dem frühesten Morgendieses Tages die Brücken über den Bober wieder herzustellen.Löwenberg gegenüber, am rechten Ufer des Flusses, liegt dasDorf Plagwitz, auf der Straße von Löwenberg nach Gold-berg. Rechts von diesem Dorfe stand das Centrum der Ver-bündeten, um weiter unterhalb, — links von dem Dorfe standder linke Flügel, um weiter oberhalb bei Jobten über den
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