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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
128
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123Während der Friedensunterhandlungen wurden die Vor-bereitungen zum Kampfe auf beiden Seiten dergestalt fortge-setzt, daß man leicht sieht, die Parteien glaubten sehr baldselbst nicht an einen Erfolg des Congresses zu PragNapoleon hielt sich fortwährend in Dresden auf unleitete von hier aus alle Rüstungen. Da sein Plan war, dieElbe zu der Linie zu machen, auf welche sich seine Vertheidi-gung und seine Angriffe stützten, so ließ er besonders diebeiden Hauptpuncte derselben, Dresden und Hamburg befestigen.In letzterer Stadt befehligte fortwährend der harte Davoustder der beste Mann war, seine Befehle zu vollziehen. Dennes galt, die Stadt mit ihren eignen Kräften zu befestigen, d.h.sie mußte die baaren Kosten bezahlen und nebenbei wurdenihre Bürger gezwungen, alle nöthigen Arbeiten selbst zu ver-richten. Es war eine traurige Zeit für Hamburg und derganze Wohlstand der blühenden Handelsstadt wurde untergrabenAllein Napoleon erreichte seinen Zweck, die Stadt wurdeder Art befestigt, daß sie nicht nur eine Belagerung aushaltenkonnte, sondern auch einen Stützpunct für eine ganze Armeean der untern Elbe abgab. Magdeburg, Wittenberg undTorgau wurden verproviantirt und zu einer tüchtigen Vertheidigung vorbereitet. Eben so wurde Dresden dergestalt befestigtdaß es einen sichern Waffenplatz darbot und gut vertheidigtsich eine Zeit lang halten konnte.Neben diesen Vorbereitungen verstärkte Napoleon seinHeer auf furchtbare Weise. Er stellte demnächst folgendeHauptarmeen auf. In und bei Hamburg stand der MarschallDavoust, mit einer Armee von dreißigtaufend Mann, worunter die dänischen Hülfstruppen waren. An der Grenze vonSachsen und der Mark Brandenburg stand Marschall Oudinofmit sechsundsechszigtausend Mann. Die Hauptarmee unter