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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
92
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Napoleon ein Corps nach der Festung Torgau und einanderes nach der Mittelelbe, wo die von ihm besetzten FestungenWittenberg und Magdeburg lagen.Auch auf diesem Puncte zogen sich die Verbündetenzurück.General Bülow, der bei Roßlau zurückgeblieben war,um den dortigen Brückenkopf zu decken, als das Hauptheerunter Wittgenstein von dort wegging, um sich später mitdem andern Hauptheer unter Blücher zu der Schlacht beiützen zu vereinigen, hatte einen Angriff auf Halle gemacht.Derselbe geschah am Tage der Schlacht bei Lützen und warvon dem glänzendsten Erfolge begleitet. Nach hartnäckigerVertheidigung der Franzosen eroberte er Halle und warf die-selben heraus. Allein bei dem allgemeinen Rückzuge der Ver-bündeten konnte er nicht daselbst bleiben und schon am 3.erhielt er den Befehl nach Roßlau zurückzugehen.§. 6.Noch immer war die politische Lage Sachsens unentschie-den, noch war es ungewiß, welche Partei der König vonSachsen ergreifen würde. Derselbe befand sich in Prag, umdie Ereignisse abzuwarten, um zu sehen, welchen EntschlußOesterreich ergreifen würde. Zwar hatte er es abgelehnt, mitden Verbündeten gemeinschaftliche Sache zu machen, aber ebenso standhaft hatte er Napoleon seine Hülfe versagt. Ver-gebens hatte dieser gefordert, daß die Festung Torgau ihmgeöffnet werde, vergebens daß die sächsischen Truppen sich ihmanschließen sollten beides wurde verweigert. Jetzt, woNapoleon in Dresden war, blieb dem König keine Wahl.Wollte er sein Land nicht wie ein erobertes behandelt sehen,mußte er Napoleons dringenden Anforderungen nachgeben.