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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
74
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74§. 3.Der französische Oberbefehlshaber glaubte jetzt schonwieder zum Angriff übergehen zu können, da er eine festeStellung hatte, an Zahl seinen Gegnern überlegen war undNapoleons Ankunft aus Frankreich mit neuen Heeren zuerwarten stand. Deshalb beschloß er wieder über die Elbe zugehen, und wo möglich eine Unternehmung gegen Berlin zuversuchen. Den Anfang dieser Unternehmung machten dieFranzosen damit, daß sie mit bedeutender Macht aus Magdeburgausrückten und die Umgegend barbarisch ausplünderten, wobeisie zunächst auf keine anderen Truppen der Verbündeten, alsauf eine Abtheilung Kosacken stießen, da diese in der Gegendvon Roßlau ihre Hauptstärke versammelt hatten, wo einUebergang über die Elbe beabsichtigt wurde. Zwar hattejener Kosackentrupp sich auf ein Gefecht eingelassen, und derfeindlichen Reiterei einigen Abbruch gethan, er mußte aberdem Anrücken der ganzen französischen Truppenabtheilungweichen, so daß die Franzosen ihre Plünderungen ungestört verübenkonnten, worauf sie sich nach Magdeburg zurückzogen. DerBefehlshaber der verbündeten Truppen beschloß aber, beieiner zweiten Unternehmung des Feindes, diesen anzugreifen.Diese erfolgte bald. Am 5. April wurde gemeldet, dieFranzosen wären vor einigen Tagen, 40,000 Mann stark,wieder aus Magdeburg ausgerückt und hätten sich bis Möckernverbreitet. Auf der Straße von Zerbst liegen hintereinanderdie Orte Leitzkau, Dannigkau und Gommern, und ſeitwärtszur rechten Hand Möckern. Diese Orte und ihre Umgegen-waren der Schauplatz des jetzt sich entspinnenden Gefechtes.Von Zerbst her näherten sich die Verbündeten 27,000 Mannstark, in drei Schlachthaufen. Zwischen Leitzkau und Dannigkaientspann sich das erste Gefecht, in Folge dessen die Preußen