66Kosacken *) über die Oder gegangen und streiften bis Berlin.Deshalb verließ er ebenfalls die Oder und warf sich dorthinAllein auch hier konnte er sich nicht behaupten. Die russischeHauptmacht rückte immer näher, die Kosacken beunruhigtenseine Truppen fortwährend, die kriegerische Absicht Preußenslag deutlich am Tage und in Berlin war ein Aufstand zufürchten. Deshalb verließ der Vicekönig auch diese Stadtund zog sich nach der Elbe zurück, wo ihm die FestungenWittenberg und Magdeburg vor der Hand einen festen Halt-punct boten.Eben so wie der linke Flügel und das Hauptcorps desfranzösischen Heeres, mußte der rechte Flügel desselben vor dennachdringenden Russen weichen. Hier standen die Oesterreicherund die Sachsen. Die Oesterreicher gingen freiwillig aufWarschau zurück, ohne ernstlich angegriffen zu werden, undzogen von da nach Gallizien, in ihre Grenzen. Die SachsenKosacken sind ein eigner Volksstamm, der in dem südlichenund östlichen Theile Rußlands wohnt. Sie sprechen russischund bekennen sich zur griechischen Kirche. Jeder Kosack istgeborner Krieger und von zwanzig bis fünfzig Jahre muß erdie Waffen tragen. Sie wählen ihre Anführer und Vorständeselbst, und sind unter sich alle gleich. Die russische Regie-rung benutzt die Kosacken theils zur Grenzbewachung, theilszur Aufrechterhaltung der innern Polizei, im Kriege aber alsleichte Reiterei. Ihre Hauptwaffe ist die Pike. Ihre kleinenPferde sind schnell und ausdauernd. Ihre Art zu fechtenbesteht in fortwährender Beunruhigung und Neckerei desFeindes, in Ueberfällen u. s. w. Zum Standhalten gegenKanonen sind sie nicht leicht zu bringen. In dem letztenKriege waren sie den Franzosen sehr gefürchtete FeindeUebrigens sind sie roh und wildAm 3. März
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