6126. Februar wurde zwischen beiden Staaten ein Schutz= undTrutzbündniß errichtet, dessen Zweck es war, die französischeMacht in ihre natürlichen Grenzen zurückzudrängen. Am 16.März endlich wurde der Krieg an Frankreich erklärt und am17. März erließ der König von Preußen noch zwei Aufrufe,einen an sein Volk, einen an sein Kriegsheer.Der erste legte die Gründe des beginnenden Krieges demVolke vor die Augen, sagte, daß Preußen der UebermachtFrankreichs erlegen, — durch den erzwungenen Frieden mehrnoch gelitten habe, als durch den Krieg, daß die strengsteErfüllung der eingegangenen Verpflichtungen nicht im Standegewesen sei, den Kaiser Napoleon von seinem Verfahrendas die Unabhängigkeit Preußens bedrohe, abzubringen, daß esjetzt gälte, den letzten Kampf um Ehre und Freiheit zu beste-hen, daß große Opfer von allen Seiten gefordert und gebrachtwerden müßten, daß aber der Sieg die gerechte Sache krönen,oder Preußen ruhmvoll untergehen müsse. Der König ver-traue auf sein Volk, das auch das letztere der Abhängigkeitvorziehen werde, „weil ehrlos der Preuße und der Deutschenicht zu leben vermag.Der zweite Aufruf, an das Kriegheer, wies die Soldatendes stehenden Heeres darauf hin, wie von allen Seiten Frei-willige zu den Fahnen eilten, wie das ganze Volk, so weitjeder könne, am beginnenden Kampfe Theil nehme, wie nundas Vaterland auf das stehende Heer, das zu seiner Vertheidi-gung verpflichtet sei, mit hohem Vertrauen sehe. Diesem Ver-trauen zu entsprechen, fordert der König sein Heer auf, versprichtLohn und Ehre dem Tapfern, Schande und Strafe dem Feigen,Pflichtvergessenen. Der König verspricht, mit dem Heere zusein und mit ihm zu kämpfen, weist es dann auf die Hülfeder verbündeten Russen und auf Gottes Beistand hin
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