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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
57
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57Zweites Kapitel.Preußens Erhebung.§. 1.Während der letzten Ereignisse dieses Krieges, die sichin den ersten Monaten des Jahres 1813 zutrugen, hattensich in den politischen Verhältnissen große Veränderungen ein-gestellt.Deutschland lag in den Banden der FremdherrschaftDie Staaten des Rheinbundes waren nothgedrungene Bundes-genossen Frankreichs. Oesterreich, wiederholt besiegt, desgrößten Theils seiner Macht beraubt, war dem französischenKaiser nicht gewachsen, Preußen, zwar nur einmal, aber biszur Vernichtung besiegt, konnte sich eben so wenig auflehnengegen den Herrscher eines Reiches, das mehr denn vierzigMillionen Einwohner zählte. So waren die deutschen Mächteeinzeln unterlegen, weil sie eben nicht einig gewesen warenund das Geschick hatte ihnen eine bittere Lehre gegeben. Sowar Deutschland, einstens die erste Macht der Christenheit,herabgewürdigt und trug die Ketten eines fremden Zwingherrn.Daß es so war, fühlten aber die Deutschen. Nicht geduldigtrugen sie ihr Joch, nein, mit Zähneknirschen, und wo eindeutscher Mann dem andern begegnete, gingen sie stumm aneinander vorüber und schlugen die Augen nieder vor Schamüber das herabgewürdigte Vaterland. Aber sie sollte Früchtetragen, diese Zeit der Knechtschaft, herrliche Früchte, ander-als der Unterdrücker meinte. Die Deutschen lernten erkennen