Print 
1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Place and Date of Creation
Page
18
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

18gebrandschatzt, wurden aber von den Preußen über denRhein zurückgeworfen. Glücklicher waren sie in Belgien,wo sie in der blutigen Schlacht bei Gemappe die Oesterreicherschlugen, das ganze Land eroberten, und selbst nach Hollandvordrangen.Zwar wandte sich das Kriegsglück wieder, die Oester-reicher warfen die Franzosen aus Belgien und drangen selbstnach Frankreich vor, allein der Convent, übermüthig durch seineersten Siege, trug allen Völkern, die ihr Joch abschüttelnwollten, Schutz und Brüderschaft an, erklärte an England undSpanien selbst den Krieg *) und rief so die erste Coalitionhervor, welche England, Spanien, Portugal, Oesterreich, Preußen,Sardinien, Neapel und Rußland schlossen, um die Republik undihre Grundsätze zu bekämpfen.Jetzt zog ein furchtbares Ungewitter gegen den neuen Freistaat zusammen. Die Heere der Verbündeten drohten von denNiederlanden, vom Oberrhein, von Italien aus, einzubrechen,die Spanier bedrohten die Grenze der Pyrenäen dieEngländer waren zur See überall und ihre Flotten lagensowol vor Toulon als vor Dünkirchen. Und doch waren dieseäußern Feinde nicht so gefährlich, als die innern. An dreiOrten brach die Empörung gegen den Convent und der furcht-barste aller Kriege, der Bürgerkrieg, aus. Die Bewohner derVendée, einer westlichen Provinz, ergriffen für das König-thum die Waffen und führten sie mit fanatischer Wuth. DiePartei der Girondisten, von dem Convent geächtet, erregteeinen Aufstand in Caen, ein noch gefährlicherer brach im SüdenFrankreichs aus, ebenfalls gegen die herrschende Partei desConvents gerichtet. So vielen, so furchtbaren Feinden hätte1793.