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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
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12Schweden, durch die Kriege Karls XII. gesunken, hattesich wieder gehoben, obschon es seine frühere Bedeutung verlorenhatte. Dänemark befand sich im Innern wohl und war beiauswärtigen Angelegenheiten wenig betheiligt.Rußland ging mit raschen Schritten auf der Bahnvorwärts, die ihm Peter der Große vorgezeichnet hatte,und noch vor hundert Jahren ein unbekanntes Barbarenlandnahm es jetzt einen der ersten Plätze unter den europäischenMächten ein.Polen, unglücklich durch innern Zwiespalt, durch eineVerfassung, die eine Quelle ewigen Zerwürfnisses war, hattedurch die wiederholte Theilung seines Gebietes, seine Machtund sein Ansehen eingebüßt, und war von seiner früherenGröße und Macht zu einem, von seinen Nachbarn abhängigenStaate geworden. Italien bot kein erfreuliches Bild. DieRepubliken Venedig und Genua waren in Geist und Formveraltet und es fehlte nur der äußere Anstoß, um sie umzu-werfen. Die österreichischen Besitzungen in der Lombardegehorchten ungern dem fremden Scepter. Die übrigen kleinenStaaten wurden meist schlecht verwaltet, das Volk war gleichgültig, ohne Kraft und Regsamkeit, jeden neuen Eindruckbegierig auffassend, zu einer consequenten Ausführung dieserAuffassung zu träge.Spanien und Portugal bieten ziemlich dasselbe Bild.Diese beiden, einst so kraftvollen, kühnen und mächtigenNationen, waren durch die Schätze Amerikas in eine trägeRuhe gewiegt worden, waren in ihrer Entwickelung gegen dasübrige Europa zurückgeblieben und ertrugen gleichgültig dasJoch einer eben so despotischen als schlechten Verwaltung.Dies war im Allgemeinen die Lage Europas, als von Frank-reich aus ein Sturm sich erhob, der ganz Europa erschütterte