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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
IX
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IXdie Feldzüge 1814 und 1815. Für letzteren verdanke icheinem ehemaligen Offizier des 15. preußischen Infanterie-Regiments, jetzigem Justizrath Dörk in Eisleben, interessantePrivat⸗Mittheilungen.Wenn ich Moreau's gar nicht erwähnte, so that ichdas, weil mir seine Anwesenheit im Lager der Verbündeteneines Franzosen unwürdig erschien. Mochte er immer Napo-leons Feind sein, er war zuerst Franzose und durfte alssolcher nie gegen sein Vaterland auftreten. Auch Carnotwar kein Freund Napoleons und doch bewies er durchseine Vertheidigung Antwerpens, wie ein Mann handeln muß,der es mit dem Vaterlande wahrhaft gut meint und sich inZeit der allgemeinen Gefahr über Partei=Rücksichten wegsetzt.Ich konnte also in das Rühmen Moreau's, was anderedeutsche Schriftsteller thun, nicht einstimmen und hielt ihn derErwähnung unwerth.Auch des Aufstandes der Sachsen in Belgien habe ichnicht erwähnt. Ich kann in einer so natürlichen Sache, wiedieser Aufstand war, keinen Einfluß französischer Intriguenfinden, wie andere thun, allein ich mochte weder widerlegennoch überhaupt bittere Erinnerungen zurückrufen in einerSchrift, deren letzter Zweck am Ende ist zu zeigen, wasDeutschland vermag, wenn es einig ist. Hat sich Deutschlands Zukunft kräftiger entwickelt als bislang noch, dann mages an der Zeit sein, derlei Erinnerungen wieder hervorzu-rufen, und sie dem Urtheil der Geschichte zu unterwerfen, jetztbleiben sie besser begraben.Ohne genaue Bekanntschaft mit der Karte eines Landesist der Feldzug nicht zu verstehen. Karten von Deutschlandsind in Jedermanns Händen, weniger solche von Frankreichund Belgien. Es sind deshalb diesem Buch zwei derartigeKarten beigegeben worden. Bei dem Entwurf derselben istvornehmlich dahin getrachtet worden, den Lauf der Flüsse undden Zug der Straßen recht in's Auge fallend zu machen,weil dies die Bewegungen der Armeen am meisten erläutert.Alle nicht nothwendigen Ortsangaben sind absichtlich wegge-blieben, weil eine überfüllte Karte dem Auge keine klare