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beginnt auf eine Entfernung von 300 Schritten. Dieses Feuerwird so lange fortgesetzt, bis der eine Theil darin ein Ueber-gewicht erlangt hat, und Unordnung, Schwanken unter demGegner bemerkt; erst alsdann kommt es zum Angriff mit derblanken Waffe, der aber auch nicht immer zum Handgemengeführt, da der Gegner ihm oft ausweicht. Reiterei kommt nurdann, wenigstens wirksam, zum Angriff, wenn das Feuergefechteinen solchen vorbereitet hat. Auf dem entscheidenden Punctedann das Uebergewicht der Massen zu haben ist die Kunst desFeldherrn. Das ist der allgemeine Gang unserer Schlachten.Bei dem Ausdruck Angriff kann man sich also recht gut einenAngriff mit grobem Geschütz aus einer Ferne von 2000 Schrittendenken. Wie groß diese Entfernungen, und somit die Fernwir-kung der Feuerwaffen ist, zeigt am besten folgende Uebersicht.Auf 300 Schritt, wo das Flintenfeuer anfängt, unterscheidetman alle Theile des menschlichen Körpers deutlich.Auf 600 Schritt unterscheidet man das Gesicht nicht mehr,hingegen Kopf=, Unter= und Oberleib. (Wirkung derKartätſchen.)Auf 800 Schritt unterscheidet man den Kopf und denobern und untern Theil des Körpers. (Anfang der Kartätschen-wirkung.)Auf 1200 Schritt erkennt man noch die Corps und ihreBewegungen. Ueber 1500 Schritt erkennt man nur dunkleMassen und deren Bewegungen, wenn sie seitwärts gerichtetsind. Uniformen zu erkennen, also Freund von Feind zuunterscheiden ist nicht mehr möglich. Und doch beginnen ausdieser Ferne die Geschütze ihr Feuer. Um diese Entfernungzurückzulegen braucht die Infanterie mehr als eine Viertel-Stunde Zeit. Nach diesen Andeutungen wird man sich einenBegriff machen können, aus welchen Fernen die Schlachtengeführt werden, und wie viel Zeit vergehen muß, ehe zweisich bekämpfende Heere einander Auge in Auge stehen, denndas Vorgehen (Avanciren) unter dem Widerstande des feind-lichen Feuers geschieht nur Schritt für Schritt. Trägt mandies auf die Schlachten über, so wird man manche sonstunbegreifliche Zeitangaben begreiflich finden.