Vorwort.Die Verlagshandlung beabsichtigte, eine Geschichte derFreiheitskriege für das Volk zu liefern, d. h. eine solche, die wedervom kriegswissenschaftlichen, noch vom politischen Standpuncteausgehe, die also jedem verständlich, ein wahres Volksbuchsei. Ein wichtiges Erforderniß zu einem solchen ist einegewisse Wohlfeilheit. Als mir daher die Verlagshandlungvorliegende Arbeit übertrug, war ich an Bedingungen undgewisse Grenzen in der Ausführung gebunden. Meine Absichtwar anfangs, eine lebendige Schilderung jener Zeit zu liefern:zu diesem Zwecke hätte ich viele einzelne Züge erzählen, undeine ausgeführte Charakterschilderung der handelnden Männergeben müssen. Allein je mehr ich mich mit meinem Stoffevertraut machte, je mehr ich desselben Herr wurde, desto mehrtraten mir die Schwierigkeiten des Ganzen und die Unmög-lichkeit, meinen anfänglichen Plan auszuführen vor AugenDer Stoff des in jener Zeit Geschehenen ist so groß, daßeine bloße Aufzählung desselben schon Raum genug einnimmt.Wollte ich nun in Einzelnheiten eingehen, so mußte ich denmir gegebenen Raum überschreiten und das Buch wäre zutheuer geworden, oder ich mußte das Ganze dem Einzelnenopfern, und statt einer Geschichte der Freiheitskriege, Geschichtenaus denselben schreiben. Beides erschien mir unstatthaft. Ichgab demnach meinen anfänglichen Gedanken auf und setztemein Streben darein, eine einfache, möglichst klare, leichtübersichtliche und allgemein verständliche Geschichte der Frei-heitskriege zu liefern. Ob und in wie weit mir dies gelungenist, darüber muß ich das allgemeine Urtheil erwarten; wer
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