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Alceste : lyrische Tragödie in 3 Akten
Entstehung
Seite
15
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15Admetos.Du? du? Alceste?Chor.O unglückseel'ger König!Welch' Geschick, das dir wieder droht!Velch' eine große Seele!Welch' eine große That!Alceste selbst geht in den Tod!Admetos.Ha! welch' ein Schlag!Alceste.GeliebterAdmetos.Ich soll dich überleben?Nein ich mußAlceste.Mein Admet!Admetos.Nein! laß mich, mich alleinhin zu den Schatten schweben,In des Tartarus ReichMir schwindet dann auf einmal jede Pein.Alceste.Ach, mindre deinen Schmerz, dieser Verzweiflung Beben!Lebe, erhalte der Welt dein mir so theures Herz!Admetos.Ha! ohne dich? Du verläßt auf ewig jetzt mich,Und ich soll länger leben, und du wähnst mich zu lieben?O wer gab dir das Recht, das die Natur nur hat?Hält dich nicht unser Schwur, und nicht die süßen BandeDie Hymen um uns schlang? darfst du es vernichten?Gehört nicht jeder Tag von deinem Leben mir?Kannst du mir ihn entziehn? und mich doch lieben wollen?Du achtest nicht der Leiden Folter, ungerührtLäßt Gemahl und die Kinder du hier?Und die Götter, sie selbst, sie sollten dies Opfer nehmen?Alceste.Sie hörten gnädig auf der Gattin Flehn.Admetos.Ha! sie sollten nicht der Liebe Wahnsinn bezähmen,Sollten so wüthen sie sehn?Nein, sie mögen nur wieder das Leben mir nehmen,Ihr Zürnen traf allein nur mich.Das einz'ge Opfer sei ihnen dies Leben!