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Alceste : lyrische Tragödie in 3 Akten
Entstehung
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Aleeste.O Volk! des Königs liebstes Volk,Die Thränen die ihr weint, für euren theuren König,Hat er um euch verdient, sind noch für ihn zu wenig,Seine süßeste Lust war das Glück seines Volks,Seine süßeste Lust war das Glück der GeliebtenAch, nur für ihn schlägt diese Brust.Und ach! o ihr, ohne Hülfe, ohne Freund,O daß dies Auge schon diese Thränen hier trübte,Weh' euch! was wird euch jetzt geschehn?Chor.Unglückselige Völker! 2c. 2c.Alceste.Weh' uns, in dieser SchmerzensfülleBleibt nichts zu hoffen mehr,Ist es der Götter Wille,Wird alles an Hülfe leer.Erhört, hört nur dies noch ihr Götter:Haltet noch den Schlag jetzt zurück,Blickt gnädig noch auf mein Geschick,Und mildert das schreckliche Wetter.Meinen Leiden gleicht nun nichts mehr,Gleiche Qual ist nicht mehr zu finden,Nur Gattin und Mutter kann's empfinden,Ach! jedem andern wird's zu schwer.O Ihr, noch vom Vaterkuß warm,Ebenbild von den theuren ZügenMeines Gemahl's und eures Vaters,kommt, eilt in meinen Arm.An diesen Busen, an die Brust,Theure Kinder! welche Schmerzen!Jetzt fühl' ich sie doppelt im Herzen,Denk' ich nun an euer Geschick.Meinen Leiden gleicht 2c. 2c.Chor.O unglücksel'ger König, unglückliche Alceste,O grausames Geschick, das diese Thrän' erpreßte,Seht hier der treuen Liebe Band.Alceste.Folgt mir jetzt in den Tempel! den Göttern steige dortHoch unser Opferrauch empor!Dort vor Apoll's Altar laßt die Thränen ihm fließen,