15rem Ursprung bekannt wurden, und weil diese beiden Prophe-ten in manchen Verhältnissen übereinstimmen, glauben Viele,den Inhalt dieser beiden Sammlungen von prophetischenSprüchen keiner Beachtung werth halten zu müssen. Anders istes mit den Offenbarungen der heiligen Hildegard, und kannes hierbei keinem Menschen einfallen, an der Echtheit dersel-ben auch nur einen Augenblick zu zweifeln. Die Prophe-zeihungen der heiligen Hildegard traten zur selben Zeit, wiesie schriftlich aufgezeichnet worden, an das Licht der Oeffent-lichkeit und zwar im Jahre 1148. Seit diesem Zeitpunkte,also seit siebenhundert Jahren finden wir den Inhalt dieserOffenbarungen in den Jahrbüchern der Geschichte verzeichnet.Dieselben Jahrbücher geben Zeugniß davon, daß diese Offen-barungen auf Befehl des Papstes Eugen III. aufgezeichnetwurden. Als nämlich das Oberhaupt der katholischen Kirche,Eugen III. von Rom nach Trier gekommen war, um daselbstein Concilium zu halten, und ihm die Offenbarungen derheiligen Hildegard vorgetragen wurden, prüfte er den In-halt derselben und sprach sein Gutachten darüber in dem Sinneaus, daß der Glaube, daß dieser Inhalt göttlicher Einge-bung sei, ein vernunftmäßiger Glaube sei.Wohl zu bemerken haben wir einerseits, daß die heiligeHildegard sorgfältig vermieden hat, zu weissagen, daß dieglückselige Zeit, deren Eintritt sie zu verheißen hatte, mitder Wiederherstellung eines ruhigen Zustandes, welche am 27.eptember 1849 stattgefunden hatte, beginnen würde; undandererseits, daß die Zeit, worin wir uns seit diesem 27.September befinden, zwar eine Zeit der Ruhe ist, keines-wegs aber eine Zeit der Freude und des Glückes, sondern,
Druckschrift
Offener Brief an Se. Majestät den jetzt regierenden König von Preußen Friedrich Wilhelm IV. und an alle Nichtkatholiken Europa's, in welchem dieselben an die nothwendige Einkehr in den Schooß der katholischen Kirche gemahnt werden, ... : mit Bezug auf die Offenbarungen der h. Hildegard ...
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten