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2 (1784) Verfassend die vornehmsten Glaubenslehren und Lebenspflichten in 150 auserlesenen Liedern ... Martini Lutheri, Joachimi Neandri, u. andrerer ... Männer
Entstehung
Seite
107
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10Lied 122.ralifahrts=zeit? Der schmale weg ist arbeit voll, Den ichzum himmel wandeln soll, Wie schwerlich läßt sich fleischund blut Bezwingen zu dem ew'gen gut.Wo soll ich mich denn wen= an, Wie hoch dein nahm erhin? Zu dir, HErr JEsu! freuen kann; Wer glaub undet mein sinn, Bey dir mein lieb im herzen hat, Der wirdttrost, hülf und rath Allzeit erfahren in der that.gefunden hat. Niemand 8. Drum hab ich oft und vieljemals verlassen ist, Der nur geredt: Wenn ich an dir nichtgetraut auf JEsum Christ. freude hätt, So wollt ich denDu bist der grosse wunder tod wünschen her, Ja, daß ichan, Das zeigt dein amt und nie gebohren wär; Denn weron an: Welch wunderding dich nicht im herzen hat Derrt man zuvorn, Daß du, mein ist gewiß lebendig todt.dit! biſt menſch gebohrn, Und 9. JEſu! mein edler bräutgamhrest uns durch deine tod Ganz werth, Mein einger trost aufüderlich aus aller noth. dieser erd, Allein an dir ichJEsu, mein HErr und mich ergetz, Weit über alledit allein, Wie süß ist mir güldne schatz: So oft ich nunname dein; Es kann kein trau=gedenk an dich, All mein ge-seyn so schwer, Dein süssermüth erfreuet sichm erfreut vielmehr; Kein 10. Wenn ich mein hofnung stellmag so bitter seyn, Dein zu dir, So fühl ich trest und freudtrost, der linderts fein. sin mir: Wenn ich in nöthen betOb mir gleich leib undfund sing, So wird mein herz rechtverschmacht't, So gib, oguter ding; Dein geist bezeugt,err! daß ich nichts acht zdaß solches frey Des ew'gen le-um ich dich hab, so hab ich bens vorschmack sey.Was mich ewig erfreuen 11. Drum will ich, weil ich lebeDein bin ich ja mit leib noch, Das kreuz dir willig tragenseel, Was kann mir thun nach, Mein GOtt! mach michdazu bereit, Es dient zum bestentod und höllKein besser treu auf erden allezeit; Hilf mir mein sachDenn nur bey dir, HErrfrecht greifen an, Daß ich meinenChrist! Ich weiß, daß lauf vollenden kann.mich nicht verläst, Dein 12. Hilf mir auch zwingen fleischheit bleibt mir ewig vest: und blut, Für sünd und schandenbist mein rechter treuer hirt, mich behüt; Erhalt mein herzewig mich behüten wird. jim glauben rein, So leb unJesu, mein freund, mein sterb ich dir allein; JEsu! meinund ruhm, Meins herzens trost, hör mein begier: O meinund mein reichthum; Heiland! wär ich bey dir.Bittkanns doch ja nicht zeigen