Lied 83.3. Es war ein falscher wahn 9. Die sünd wird durchs gesetzdabey, GOtt hätt sein g'setzskannt, Schlägt das gewissen:drum geben, Als ob wir möchten der, Das evangelium kommtselber frey Darnach vollkömm=thand Und stärkt den sünder wiederlich leben: So ist es nur ein Es spricht: nur kreuch zum kr.spiegel zart, Der uns zeigt ansherzu, Im g'setz ist weder rastnesdie sündig art, In unsermfruh Mit allen seinen werkenfleisch verborgen.10. Die werk kommen ger4. Nicht möglich war, dieselblich her Aus einem rechteunart Aus eignen kräften lasglauben: Dann das kein redsen, Wiewohl es oft versuchet glaube wär, Dem man die wward, Doch mehrt sich sündswollt rauben: Doch macht allerohn massen. Sie nahm ursache der glaub gerecht, Die weilam gebot, Das dräute mir deutschind des nächsten knecht, Dabtew'gen tod, Weil ich der sün⸗ wirn glauben merken.den diente.11. Der glaub ergreifet5. Noch must das g'setz erfül=sum Christ, Sein kreuzlet seyn, Sonst wär'n wir allldienst und sterben, Dadurchverdorben: Drum schickt GOtt sünd gebüsset ist: Wir könneseinen Sohn herein, Der fürnicht erwerben. Die eigeneuns ist gestorben! Das ganz rechtigkeit Thut nichts dabeigesetz hat er erfüllt, Damitssie ist ein kleid, So durch inseins Vaters zorn gestillt, Der durch beflecket.über uns gieng alle.12. Doch wenn man durch d-6. Und weil es nun erfüllet glauben nun Die g'rechtigauchist Durch den, der es kont hal=sempfangen, Muß manten, So lerne jetzt ein frommerfrechte werke thun, Dem gut-Christ Des glaubens recht ge=stets anhangen: Denn werstalten: Nicht mehr, dennfloses wesen treibt, Derselbelieber HErre mein, Dein todsglauben gar nicht bleibt,wird mir das leben seyn, Dufthat er ihn verläugnethast für mich bezahlet.13. Wer gnad bey GOtt7. Daran ich keinen zweifellanget hat, Muß ihn vor antrag, Dein wort kann nicht be=haben: Daß er bey ihm suchtrügen, Nun sagst du, daß kein und rath, Dank ihm für allemensch verzag, Das wirst du ben, In seiner furcht freywnimmer lägen Wer gläubt anleb, Des fleisches lüsten wmich, und wird getauft, Dem streb: Das ist der weg zum leb-ist der himmel schon erkauft, 14. Wer aber sicher gehet hinDaß er nicht werd verlohren. Thut, was ihm nur belieb-8 Der ist gerecht vor GOtt Lebt fort nach seines herzallein, Der diesen glauben fast sinn, Des fleisches lust rausset: Der glaub gibt uns von giebet, Ruft GOtt nichtihm den schein, So er die werk daß er ihn führ, Und janicht lisset. Der glaub ist wohl seinem Geist regier, Der läuftmit GOtt daran, Du musischen weg zur höllen.auch lieben jedermann, Bist du 15. Dafür sich hütet, werlästaus GOtt gebohren.
Druckschrift
2 (1784) Verfassend die vornehmsten Glaubenslehren und Lebenspflichten in 150 auserlesenen Liedern ... Martini Lutheri, Joachimi Neandri, u. andrerer ... Männer
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten