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2 (1784) Verfassend die vornehmsten Glaubenslehren und Lebenspflichten in 150 auserlesenen Liedern ... Martini Lutheri, Joachimi Neandri, u. andrerer ... Männer
Entstehung
Seite
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26Lied 26.ersts kraft, Am schächer, der noch endlich in den tod, Dringst durchin der letzten stunde Durch wahre den tod ins paradies zum lebenbuß und glauben gnade funde. Um mir in meiner letzten todeFür alle sünden war nun rath ge=noth Aus freyer gnad die lebenschaft. Doch ist aus tausend einem kron zu gebendiß geschehn, So ist dem sichern 21. Drum soll, so lang einfleisch nichts eingeräumet, Der jader in mir schlägt, Mein herandre schächer must zu grundeſdein kreuzesbildniß in ſich ſchli-gehn, Weil er die rechte gnaden=ßen, Mein mund in lobgesängenzeit versäumet.sich ergiessen, Mein alles sel18. Der tag gieng Jesu unterzum opfer dargelegt, Die sündeund mir auf. Dem sonnenschö­ die dir solche zentnerlast Hapfer will kein licht mehr scheinen. aufgebürdet, will ich stets verDer helfer muß als ein verlaßner fluchen, Und was du für michweinen. Sein angstgeschrey heint abgetragen hast, Mit treueder geschöpfe lauf. Wer zittertliebe zu vergelten suchen.nicht? der löw aus Juda brüllt: 22. Die seite, die dir ist mitDen Sohn der liebe trift des Va= einem speer Durchstochen, soll imters ruthe: Was wunder, daß sich seyn zur zufluchtskammer, Daridie natur verhüllt! O seelenlicht! sich mich fest an dein herze klamet,was schenkst du mir zu gute? |Wann belial mich jagt mit seinen19. Nun weiß ich, daß die nachtsheer Dein blut mir stets zum ofnetder finsterniß Zerstöret ist. Mußbrunnen sey. In dessen abgrün-ich schon rathloß gehen Durchsich die schuld verliere. Schenkdunkle thäler, und verlassen sie- beines geistes wasser mir dabeihen Von allem trost, so bin ich Der mit dem schmuck der heidoch gewiß, Die sonne muß vor=ligkeit mich ziere.her von glut und schein Beraubet 23. Kommst du mit blut undin des abgrunds kluft sich senken, wasser dann zu mir, Ich will dirEh ich von JEsu werd geschieden blut und wasser wieder bringen,seyn, Und eh er nicht wird mei­ Ich will mich durch denner mehr gedenken.nen vorhang zwingen, Und nahen20. Du wirst, o lebensbrunn in freymäthigkeit zu dir. Ich wilfür durst verzehrt, Kaum ist ein in meinem letzten todes kamptröpflein eßig dich zu laben, Und Des blutes kraft, des Gei-alle ströhme deiner himmelsgabenpfand anrühren; Dein blut wirdSind meinem durſt in überfluß|giessen aus der höllen dampf, Dbeschert. Du giebst dein lebensgeist ins hün̄elsvolles erbteil füh26.Joh. Heermann.Melod. Psalm 42.Esu deine heilge wunden, Deine quaal und bitternLaß mir geben alle stunden Trost in leibs und seelentod, Wann mir fällt was arges ein, Laß mich denkennothgeb