22Lied 24.Doch that man dir viel boses an, Als hättest du mißhandelt.2. Du wurdest in dem garten schimpf, mit schmach undbald Für unsre sünde mannigVerspeiet und verhönet:unsre schande sich verlör /falt Betrübt mit angst und zawir bey GOtt erlangtengen: Daß wir nicht unsre übelthat Dort ewig müsten ohne Nun wir sind ausgeföhnetgnad Betrauren und beklagen.] 6. Und dennoch hat man kanDu hast daselbst, o höchstes gut sein wort Aus deinem nunFür grosser angst geschwitzet blut HErr! gehört. Bey allen solchUnd mit dem tod gerungen! Daß plagen: Damit wir dortensich am letzten end allhier Beysgericht Und ferner ewig mituns die todesangst verlier, Weilnicht Verstummen und ver-gen. Zuerst war dir Pilatus hu-du den tod bezwungen.3. Dein freund, Judas, der dein Bekannte, daß er keine ſchgesell, Ließ sich den geitz verfüh Vermöcht an dir zu finden:ren schnell, Dich schändlich zu wir erkennen allesamt, Manverrathen: Daß du uns mach=be dich für uns verdammttest GOtt zum freund, An dem wegen unsrer sünden.wir treulos worden seynd, Durch 7. Es war so groß derviele missethaten, Du wurdestshaß, Daß auch der mörder Bahernach ganz und gar Umringetirabas Dir gar ward vorgese-von der feinde schaar, Gebun⸗[Damit wir, HErr! in deineden und gefangen: Daß wir, reich Den heilgen engelnvon ſtokko krick befreyt, Dieſtes gleich, Dort koͤnnenwahre freyheit Durchgeschätzet. Sie geisselten⛪deineJEsu dich, Da auch dein4. Die jünger flohen von dir all, ist mildiglich Von deinem let-Auch Petrus laugnet dich drey⸗gefloſſen: Damit wir moͤcht-mal Eh als der hahn noch krä=lalle seyn Von striemen heilhet: Daß wir uns hüten desto sünden rein, Hast du dein blumehr, Und frey bekennen deine vergossen.lehr, Ob schon der wind hart8. Pilatus gienewehet. Doch als du Petrumldir, Und stellte dich dem voldrauf allda, Und er mit thräfür: Seht, welch ein menschnen dich ansah, Nahmst du ihn stehet! Sonst hätt der fürste diederauf zu gnaden: Daß keine sünwelt Zum schauspiel undde jemand soll, Sie sey so schwervorgestellt, Da keine quaal v.sie immer woll, Wenn buß nachgehet. Der feinde, grimmfolget, schadennicht abließ, ob man5. Du mustest, HErr! gar mit gleich nichts erwieß, Wird dochbeschwer, Zu vielen richtern hinlder stab gebrochen: Daß wirund her, Mit deinen feindenlienem grossen tag Von sünd-und des ſatans klag Ganz wür-wandern: Daß wir nicht durchdes satans macht Dort würden den losgesprochen.9. Eh man zum tod dich fülin die hölle bracht Von einepein zur andern. Du wurdest,hinaus, Zog man dir deine kledu grosser GOtt! Mit vielem
Druckschrift
2 (1784) Verfassend die vornehmsten Glaubenslehren und Lebenspflichten in 150 auserlesenen Liedern ... Martini Lutheri, Joachimi Neandri, u. andrerer ... Männer
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten