O Gott, so laß mich diesen Greisen loben!Doch ach, ich kann es nicht! Er ist zerstoben,Seit ihm das Loos des Zwanges ward beschieden.Sein Lied, das mit dem Stolze eines KönigsFlog durch das Land einst wie ein junger Phönix,Ward Höfling, der à tout prix predigt Frieden!XX.Geächtet und verfolgt ward manch' ein Dichter,Der frei wie Gott ihn schuf, hat recht gesungenEin Lied, das zog mit tausend FeuerzungenGen giftgeschwoll'nes, gleißendes Gelichter.Wild schnoben seine Feinde! Kläger, RichterUnd Henker allzugleich! die wuthdurchdrungenIhn gerne hätten zu dem Staub gezwungenDurch Drohungen, die feilen BösewichterDoch wissen sie es gar nicht anzufangen,Denn Gott hat sie auf's harte Haupt geschlagen,Sie ſind zu dumm geworden uns zu fangenUnd allzugrob in mannichlichen Fragen;Denn wenn ihr Witz nicht wäre ausgegangen,So ließen sie die armen Dichter klagen!
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