89Sie hat ausgerüst' der Schneider:Mir gab Gott des Sang's Gefieder!Was ich bin, bin ich durch michWas ich hab', durch mich ich habe;Nichts ererbet habe ichAuch ich nichts erwuchert habe!Es seh'n mich der Augen SonnenOft an unsrer holden Frauen;Doch die Meiſten dieſer DonnenSchönheit nur im Golde ſchauenUnd in üpp'ger Kleider Prachten,Wofür nicht der Dichter lebet,Der nicht will die Freiheit schlachtenUnd nicht vor Despoten bebet!Großer Gott! Ein Mädchen schaffe,Welches ist für mich geschaffen;Das kein gaukleriſcher Affe,Und kein Sklave ist der Pfaffen;Sondern lieber unabhängig!Diese in mein Lager sende.Dann mit ihr zum Himmel spräng ichWenn dies Leben wär zu Ende!
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