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Gedichte eines Rhenanen
Entstehung
Seite
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28Daß du schaust jetzt so bleich und trübe:Als wenn sich Gram in dein junges Herz grübe!Vertraue mir was dich quält und drückt,Vielleicht daß es dich zu heilen mir glückt!Deine purpurne Wangen die früher stets blüthen,Deine strahlenden Augen die früher stets glüthen,Sind nicht mehr dieselben, das kümmert mich recht!D'rauf dacht er, wie er ihr Zerstreuung brächt'.Ein glänzend Turnir hat er ausschreiben lassen,Da kamen so viel die Burg konnt' fassen.Er setzte dem Sieger einen hohen PreisDas machte die edlen Recken so heiß.Auch wurden köstliche Banquette gegeben,Wie sie lieben die rheinischen Ritter für's Leben.Im Trinken waren sie Helden zumalIm Turnen fielen sie meistens zuthal.Und küßten die Erde. Es flogen zu SplitterDie krachenden Lanzen viel herrlicher Ritter.Doch wie sie auch warfen sich in den Sand,Mit heilen Knochen Jeder erstand.