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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
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154Sybille.Hier ist der Becher! Trink! So fließt kein Blut!Jakobe(schlägt den Becher aus Sybillens Hand zur Erde).Hinweg, Giftmischerin! Ich trinke nicht!Laß deine Henker diese Brust durchbohren!Nicht lügen sollst du, daß ich selbst mich hättedurch Gift gerichtet! Deiner Wuth Wahrzeichenerkenne man an meiner blutigen,zerrißnen Leiche! Gott fleht auf uns nieder!Ihn ruf' ich an zum Zeugen dieser Stunde,ihm geb' ich meine Seele, ihn bestell' ichzu meinem Rächer! Hier ist meine Brust!Ich bin bereit!Sybille.Herbei! Und stoßt sie nieder!(Indem die Bewaffneten zu beiden Seiten in die Thür treten, fällt draußen einSchuß. Alles stutzt).Hal Was war das?Waldenfels.Man ſchoß. Ich hör' Getümmel.(zu den Bewaffneten)Seht, was es ist!(Die Bewaffneten ziehen sich zurück. Es fallen mehrere Schüsse. Man hörtVolksgeschrei in der Ferne, und sieht Fackelschein.)Sybille.Verdammt! Was soll das werden?Waldenfels (auf dem Balken).Gewühl von vielem Volk ist in den Straßen.Dem Schloß rennt alles zu. Sie schrein und toben.Ich seh' beim Fackelschimmer Waffen blitzen.Sybille.Gesindel!Wylich (noch ungefehn).Auf! Prinzessin! Waldenfels!Auf! Waldenfels! Wo seid Ihr?