152Euch zugeflüstert? Schlafen Eure Helfer?Wohlau, so wollen wir die Zeit benutzen,eh' ſie erwachen.Waldenfels, beginnet!Waldenfels(zieht zum Schein ein Blatt hervor).Im Namen Kaiserlicher Majestät,und Fürstlich Jülichischen Hofgerichts!Frau Herzogin, Euer Urtheil ist gesprochen.Der Kaiser hat's bestätigt und die Kirche.Euch ist der Scheiterhaufen zuerkannt,als Ketzerin, Zauberin, Ehebrecherin.Weil aber Seiner Majestät die Ehredes Fürstenhauses Jülich theuer ist,so will er einem öffentlichen Schandmahlvorbeugen. Darum gönnt er Euch, zu sterbenin Euern Zimmern, ungeſehn vom Volk,durch Gift. — So ist sein Wille. Wir sind hier,ihn zu vollziehn, sogleich.Jakobe (mit gebrochener Stimme).Allmächtiger!(ihre Blicke irren umher nach Rettung)Sybille.O seht nicht um Euch. Hier ist keine Hilfe.Besetzt von meinen Leuten sind die Thüren.Ihr kommt nicht lebend mehr aus diesem Saal.(Sie winkt nach der Thür rechts. Ein Diener bringt ihr einen gefüllten Becher,und entfernt sich.)Leert diesen Becher! Rasch! Wo nicht, so senkendie Lanzen dort sich all' in Eure Brust!Seht hin! Die Treuen harren meines Winks.Waldenfels.Frau Herzogin entschließt Euch rasch und männlich.Des Kaisers Wille duldet keinen Aufschub.Wir haben den gemessensten Befehl.Ihr müßt vor Mitternacht vom Leben scheiden.
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