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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
142
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142Kaiser.Warum wagte sieso weit sich mitten unter ihre Feinde?Leichtsinnig hat sie selbst sich hingeopfert.Manderscheid(Jakobens denkend, schwermüthig).Leichtsinnig war sie, und zu Feinden ging sie.Geopfert hat sie sichund mich dazu.Kaiser.Ja so! Ihr meint die Herzenskönigin.Seid ruhig, Graf, die ist noch unverloren.Manderscheid.Sandt' Euch der Erzbischof noch keinen Boten?Kaiser.Noch nicht. Es ist auch kaum noch Zeit gewesen.Manderscheid.Ich weiß, sie ist so rein, wie Gottes Licht,doch fühl' ich eine unnennbare Angst,als säh' ich sie schon unterm Beil.Kaiser.Seid ruhig.Zu solchem Aeußersten laß' ich's nicht kommen.Ich habe schon den rechten Mann gesandt.Ich hoff', er wird den ärgerlichen Handelbeilegen in der Stille. Grausenhaft,ürwahr, klingt ihrer Kläger Rachgeschrei.Allein wir hören auch die Angeklagte.Wer weiß, ob da nicht alles anders klingt?In einer Reichsstadt weiß nicht mehr in welchersteht groß geschrieben über'm Richterstuhlim Rathhaus: Eines Mannes Red' ist keine Rede,man muß sie hören alle beede.Das ist ein goldner Reim! Den hab' ich festmir eingeprägt. Und wenn mir jemand naht,