101Wylich.Wohl möglich.Sybille.Doch warum begab der Kaisersich denn nach Köln?Wylich.Ein Einfall, eine Laune.Er wollte den uralten Dom besehn,und Andacht halten da.Sybille.Es sieht ihm ähnlichEr war von je ein gottesfürcht'ger Herr.Ihr saht ihn also?Wylich.Er empfing mich gleich,und Eure Schrift hab' ich ihm übergeben.Er flog sie durch in meiner Gegenwart,und schien sich deren höchlich zu verwundern.Doch ließ er sich mit keinem Wort heraus.Er sagte nur: Schon gut, und nickte mirden Abschied zu. Ich ging. Da rief er mirnoch an der Thüre nach: Sagt Eurer Herrin,was recht ist, wird geschehn.Sybille.Der edle Kaiser!Ich dank' Euch, Ritter, und ich werd's Euch kohnen.Bleibt in der Nähe.(sie entläßt thu.)Wylich.Euch zu Dienst, Erlauchte.Sybille.Jetzt ſchöpf' ich wieder Luft!Der Kaiser wird,ich zweifle nicht, uns Abhilf' bald gewähren.Waldenfels.Ein Wink des Schicksals scheint mir seine Nähe.Hochwichtig ist's, uns seiner zu versichern.
(ab)