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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
95
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95und meldet ihr, der Herzog wünsche sehr,sie möge bald ein fernes Schloß beziehen.Ihr selbst begleitet sie, und bleibt ihr nah,daß sie des treusten Dieners nicht entbehre.Waldenfels (sieht verstohlen nach dem Herzog).Herzog.In meinem Nahmen spricht die Herzoginn.Jakobe.Doch eh Ihr zieht, legt Ihr die Bücher mirdes Hofhalts vor, daß ich als würd'ge Hausfrauden Aufwand prüfe, den Unfügen steure,denn übel, weiß ich, ward gehaust bisher.(sie entläßt ihn.)Waldenfels (mit geheuchelter Freundlichkeit).Es soll geschehen, wie Ihr befehlt, Erlauchte.(für sich)Herrschsüchtig Weib, du bist noch nicht am Ziel.(ab).Jakobe (giebt den Uebrigen das Zeichen derEntlassung).Mein Wilhelm, seid Ihr so mit mir zufrieden?Herzog.Ich bin entzückt. Ihr seid im Stand der Gnade.Aus Eurem Munde spricht ein Höherer.Jakobe.Vertraut Ihr immer so auf mich, wie heut,so werden wir im süßen Frieden leben.Die Last der Krone wird Euch nicht mehr drücken.Ihr werdet glücklich sein an meiner Seite,so glücklich, wie Ihr einst als Priester wart.Herzog.Ja ja, ich fühl's, ich werd' es sein! O kommt,