— 74—Syberg.Nein, nicht er ſelbſt.Er gibt nur seinen Namen dazu her.Das heißt, er gibt ihn nicht — er muß ihn geben.Nein, nein! er muß auch nicht! Verhüt' es Gott!Ach Gott, ich weiß nicht, wie ich's sagen soll!Jakobe..Sei nur besonnen, Kind, und laß Dir Zeit.Erzähl's vom Anbeginn, so wird es gehn.Syberg.Ja ja, vom Anbeginn! — Es war heut Morgen,wie immer, Frühmeß' in der Schloßkapelle.Wir Pagen müssen da zugegen ſein.Ich trat aus Zufall diesmal ganz abseitin eine Ecke, unfern von der Thür,die nach dem Oratorium hinauf führt.Die Ecke muß verzaubert sein! Ein Wundergeschah mir da! Ich hörte plötzlich Stimmen,die flüsterten, als wären sie ganz nah,und deutlich unterschied ich Wort für Wort.Ich horchte, horcht', und wollt' es meinen Ohrennicht glauben! — Gegenüber, weit von mir,am andern Ende der Kapelle, stehtein Beichtstuhl. Und die Worte, die ich hörte,sie wurden dort geflüstert. Ohne Wunderkann das nicht zugehn! Euer guter Engelhat wieder das gethan.Mathilde.Wer war im Beichtstuhl?Syberg.Prinzeß Sybill' mit ihrem Beichtiger.Heut ist ihr Andachtstag. Das wußt' ich wohl,Darum erschrack ich, als ich ihre Stimmehart bei mir hörte. Wußt' ich doch, sie kniee
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