62zurück, begleitet von dem Hofmarschallund von dem Kanzler, und sie sprachen leise,und blieben stehn, und gingen wieder weiter,und hatten's recht hochwichtig miteinander.Da war's, als ob mir eine Stimme sagte:Schleich' dich hinzu, und horche! — Niemals früherwär' solche Unart mir in Sinn gekommen.Jetzt aber rief mir's innerlich beständig:Schleich hin und horche! Wahrlich, der es rief,es muß ein guter Engel sein gewesen.Ich mußt' ihm folgen. Hinter eine Säule,an der vorbei sie mußten, stellt' ich mich,und hielt den Athem an, und lauerte.Da kamen sie heran, da hört' ich vielvon Papst und Kaiser, und dergleichen Dingendoch konnt' ich den Zusammenhang nicht fassen.Auf einmal aber flammte die Prinzessinin Zorn auf, stampfte mit dem Fuß, und schrie:Nein, Kanzler, halbe Rache will ich nicht!Die Badnerin soll schimpflich untergehn.Nicht Raum genug im Land ist für uns beide.Und hastig schritt sie weiter. — Mir geranndas Blut vor Schreck. — Die Badnerin! — Ach Gott!Das geht auf Euch, erlauchte Frau.Jakobe (lächelnd).Wer weiß?Mathilde hier ist auch aus Baden.Syberg (nain)Ach,um sie wär's nicht der Mühe werth! Was hätteSybille gegen sie? Euch aber haßt siebis in den Tod. Das weiß der ganze Hof.Wißt Ihr, warum? Sie kann Euch die PrinzeßMegäre nicht vergessen.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten