61Mathilde.Es ist der Junker Gustavvon Syberg. Er begehrt Euch heute nochzu sprechen, denn er bringe Wichtiges.Syberg (fällt ihr zu Füßen).Verzeiht, erlauchte Frau! — Ich bin — — Ich habe —Jakobe.Steh auf, mein Sohn. Du sollst nicht knien vor mir.Ich lieb' es nicht.Syberg (springt schnell auf).Jakobe.Wer sendet Dich so spät?Syberg.Mich sendet niemand, hohe Frau. Ich komme(leife).Mathilde, helft mir!Mathilde.Wie er bebt, der Arme!Er zagt vor Euch, Erlauchte.Jakobe.Fasse Muth,mein Sohn. Komm näher.(sie setzt sich).Näher. Ganz zu mir.Syberg (tritt zu ihr).Jakobe.Nun, siehst du wohl, man kann recht nah mir sein.Es kostet nicht den Kopf. — Was bringst du mir?Syberg.Ach, hohe Frau — — Gleich will ich's sagen — gleich!(er schöpft tief Athem, dann muthiger).Als ich vorhin am Erkerfenster standda wo der Kreuzgang zur Kapelle führtda kam Prinzeß Sybille von der Vesper
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