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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
54
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54selbst tiefgekränkt zu sein durch so viel Unfug,und nur aus bittrer Pflicht den Schritt zu thun.Sybille.Ihr seht die Sache richtig, Waldenfels.Doch möcht' ich aus zu großem Zartgefühlmich nicht um den Erfolg des Schrittes bringen.Waldenfels.Seid unbesorgt. Ich werde mit den Herrenmich so benehmen, das Gespräch so leiten,daß alles kommen soll nach Eurem Sinn.Unmerklich will ich so in Eure Ansichthinein sie lügen, daß sie stufenweisesich nähern sollen dem erwünschten Ziel,und Euch den Willen thun, indem sie glauben,sie folgen ihrem eigenen Gefühl.Sybille.Das thut so, Hofmarschall. Ich will's Euch danken.Es ist ein gottgefällig Werk. Ach, Broill!Fünfter Auftritt.Sybille. Waldenfels. Dazu: Broill.Sybille.Nun, Kanzler, wie verließt Ihr meinen Bruder?Broill.Heut wieder sehr verstimmt. Sein ängstlich Herzschwankt unaufhörlich zwischen Euch und ihr.Bald scheint er überzeugt von unsern Gründen,mißbilligend den Wandel seiner Frau,bald tritt er ganz auf ihre Seite wieder,und spricht sie frei, entschuldigend ihr Treibenmit ihrer Jugend, ihrem leichten Sinn.Daß Ihr Euch mit dem Bild so arg getäuscht,Erlauchte, hat uns sehr bei ihm geschadet.