11Vielmehr ist Jülichs Freundschaft mir erwünscht.Sie bringt mir manchen Vortheil, und verstärkt —die Kraft der Fürsten, die der wahren Kirchegetreu geblieben. — Nun? Was sagt Jakobe?Was sagt die neue Fürstenbraut dazu?Jakobe.— — —Was kann ich sagen!Manderscheid!Herzog von Baiern..Nun ja!Er ist das Opfer, das du bringen mußt.Ein kleines Opfer, wahrlich, im Vergleichmit dem Ersatz, den dir das Schicksal bietet.Jakobe.O Gott! Wie soll ich plötzlich —Hoher HerrIhr habt mich selbst verlobt mit Manderscheid.Herzog von Baiern.Das that ich, und es war für damals gut.Doch jetzt ist eine andre Zeit, ein anderVerhältniß. Ein Gekrönter tritt hervor.Das Gräflein tritt zurück vor dem Gesalbten..Wie's im Tournierbuch steht, so gilt's auch hier.Dabei ist nichts, das ihn befremden könnte.Er weiß, was Brauch und Fürstenregel ist.Weit Größre wohl, als er ist, mußten schondergleichen Rücktritt sich gefallen lassen.Oft war die Ehe schon durch Vollmachtträgergeschlossen, schon der Segen ausgesprochen,und doch ward alles wieder aufgelöst.Ein Treffen, das geliefert wird, ein neuerBewerber, eine fremde Einmischung,dies alles kann in einem Augenblickdie Meinung ändern — denn es ist der Staatein Schiff, und muß der Steuermann die Segelnach jedem Wind zu drehn und wenden wissen.
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