Manderscheid.Recht mögt Ihr haben, aber ich versteheauf solch galanten kleinen Krieg mich nicht.Und wer sich drauf versteht, ist nicht mein Mann.Ich hätte wohl verdient, daß sie mit mirsich dieser Kriege ganz und gar begäbe.Sie aber kennt nicht Mannes Werth und Würde.Weil alles ihr von früher Jugend anzu willen war, weil sie nur Knechte sahund Kriecher, hält sie jeden noch dafür,und glaubt, nach ihrer Laune müsse sichdie Welt, die Sonne drehn, und alle Sterneum wie viel mehr die Menschen um sie her.Mathilde.Sie wird mit reifern Jahren reifer denken,denn leuchtender Verstand ist ihr gegeben.Sie ist ein wenig, was man nennen könnte,verwöhnt, verManderscheid.Sagt's nur gerad' heraus, verzogen,Mathilde.Wie konnt' es anders sein? Es ist ein Schicksal.Ihr Vater, Markgraf Philibert von Baden,war schon bei hohen Jahren, als sie ihmgeboren ward. Sie war sein letztes Kleinod,sein lieblichstes. Man las in ihren Augen,man lauschte jedem ihrer Athemzüge.Der Markgraf starb. Sein Sohn bestieg den Thron.Jakobe zählte fünfzehn Jahr. Nicht glücklichsich fühlend in des Bruders wildem Haushalt,nahm sie der Baierherzog, wie er früherdem Vater, seinem Freund, es zugesagt,an seinen Hof. Vergötterte der Vaterdas Kind schon, noch weit sanfter schaukelte
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