1540Der CXI.IV. Psalm. (144)Danklied eines Kriegs=Fürsten vor verliehenen Sieg gegen die Fei-de, und Gebät um Segen vor gerechte Waffen, damit die Untathanen im Frieden allerley zeitliche Wohlfahrt genießen könnenDienet in Kriegs-Zeiten.Ge-lobt sey GOtt der meine hand lehrt streiten.Er ist mein schutz, mein burg und mein er=ret=ter,Und meine finger sich zum streit bereiten, Gelobt soEr ist mein schild, mein schützer und vertreter, Auf den ichGOtt mein hort, der mich allzeit Beschirmet durch seinhoff, der mei=uer sich nimt an, Macht mir mein volk wilgroſſe gütigkeit.Was ist der mensch mit seinem thunlig und unterthan.und leben, Daß du so fleißig auf ihn acht thust gebenWas sind der menschenkinder groß und klein. Für diedu so sorgfältig pflegst zu seyn2. Wann du des menschenklingen soll mein saitenwesen willt betrachten, So ist Dann du der GOtt bist, derer gleich als gar für nichts zu für gefahren Die könig thust!Davieachten. Und seine tag, wie gutthuten und bewahren.die mögen seyn, Verschwinden dein knecht hast du vom schwerdtwie ein schatten oder schein: Neigserlöst, Das über ihn von mö-deine himmel, wollst dich h'rabjdern war entblößt. Du wollbegeben, Rühr an die berg, auf mich für der fremdling hand be-daß sie ein rauch geben, Laß bli=hüten, Die wider mich so tobentzen und zerstreu sie überall, und so wüten; Die redZerstreu sie all durch deines don=munds ist falsch und gar gedichundners stral: Hülf deiner hand Ihr händ werk sind faulherab von eben sende, Die was-stangen nicht.serwellen groß von mir abwende, 4. Gieb, daß wie grüne pflanVon der gewalt und greulichenzen unsre sohne In ihrerjugegefahr Der fremden Kinder gnä=wachsen stark und schöne, unddig mich bewahr.unſre toͤchter wie der ſteine zieleIhr mund red und bringt Eins pallasts seyn, der schön ge-für nur eitel lügen, Und ihre bauet wird. Daß unsre würdewerk sind hös, auch wohl bequicht geleeret werden. Sich tautrügen. Ein neues lied ich dir, sendfältig mehren die schaafbendenHErr! singen will, Zu lob dir
Druckschrift
[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten