Vorbericht.Dabey dann zu merken, daß diese Gesänge nacheiner wohleingerichteten Ordnung, unter bequemlichaufeinander folgenden Aufschriften, nach ihrem vornehmsten Einhalt gestellet, und in einem guten Zu-sammenhang gebracht seynd. Zu deren Sammlungund ordentlicher Einrichtung die durch den Chriſtli-chen Synodum Generalem hiezu committirte Mitbrü-der ihren Fleiß rühmlich angewandt haben. WasDrittens die Zahl der Lieder betrift, so sind nebstden 150 Psalmen, nur 150 Lieder auserwehlet, wel-che Zahl darum beliebet worden, weil dieses vielmehrein Kirchen als Haus=Gesangbuch ist, auch unterdieser Zahl die vornehmste Glaubenslehren und Le-benspflichten abgefasset, anbey gedachte Psalmen-und Lieder=Zahl füglicher bey die Bibel, oder dasNeue Testament beygebunden, und bequemlich zurKirchen mitgetragen werden könnten. Da man auchViertens bey so grosser Menge der Lieder befun-den, daß zwischen denselben ein merklicher Unterschiedseye, so seynd solche erwehlet, welche nicht allein inKonformität der heylsamen Lehre der Wahrheit,durch biblische Redarten ausgedruckt, sondern auchauf eine erbauliche, deutliche herzbewegliche Art, ineiner reinen wohlfliessenden Dichtkunst abgefaßt, undauf bekanndte zur Andacht erweckende Melodeyeneingericht befunden worden.Und weil die Festtage nur einmal jährlich ein-fallen, die Festlieder auch zu andern Zeiten nichtgebräuchlich seynd, so sind fünftens nur einige nach-drückliche und erbauliche Festlieder auserwehlet, dieMelodeyen auch überall dem ersten Vers eines je-den, so Psalmen als Liedes, zur Commodität derSingenden beygefüget worden. Damit aberSechstens die Lieder mit mehrerem Verstandekönnten gesungen werden, so hat man einige Ver-sserungen in dem Gesangbuche fürnehmen müssen;da man
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[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
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