Vorbericht.dacht besser überdenken, und im Gedächtniß behal-ten kann: Dadurch wird das Gemüth von her-umschweifenden Gedanken abgezogen, und zum Nach-sinnen dessen, was im Gesang vorgestellet wird,ermuntert: Ja dadurch werden die Stimmen derGläubigen einmüthig vereiniget zum Lobe des Allerhöchsten.Wie nützlich solch Singen ist, so nothwendigiſt auch die Pflicht; dann darzu werden wir durchGOttes Befehl, sowohl im Alten als neuen Testa-ment verbunden. Darum ist das Singen von altenZeiten her in den Versammlungen der Heiligenbräuchlich gewesen.Bald am Anfang, da der HErr die Erde grünhete, jauchzeten alle Kinder GOttes, Job. 384. und 7.Da der HErr das Volk Israels so wunderbarlich aus Egypten erlöset hatte, war ihr erstes Werkdaß die ganze Gemeine Israels, so Männer alsWeiber, einen Lobgesang anstimmeten, und jungen,Exod. 15, v. 1. 2. 2c.In folgenden Zeiten hatte die Kirche Jsraelszu ihrem Tempel=Gebrauch die 150 Psalmen, welchedurch die hocherleuchtete Männer GOttes, David,Assaph., Heman und Ethan, aufgestellet, als welchedarzu von GOttes Geist angetrieben, und tüchtiggemacht waren, darum auch dieselbe bey dem hei-ligen Gottesdienst abgesungen wurden; Siehe 2Chron. 7, v. 6. 23, 18. und 29, v. 30.Auch nach der Babylonischen Gefängniß, beider Reformation der Kirchen Israels, wurde diesesSingen wieder angeordnet durch die Durchlauchtge und Hocherleuchtete Fürsten und Königlich=Per-siam
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[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
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