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III. Buch. III. Abtheilung.
welcher, nach den vom Archivrath Brückner in seiner Landeskunde desHerzogthums Meiningen Theil II. pag. 39 u. 40 mitgetheilten Daten, imJahre 1411 Lutz (der Vater Hans des Aeltern) und sein Bruder Frie-drich von Wangenheim von dem Ritter Wetzel Stein v. Barch-feld für 700 Goldguldcn dessen Pfand-Antheil am Schlosse Franken-berg durch Cession erworben hatten, während Ritter Eberhard vonBuchenau den übrigen Theil dieses Hennebergschen Schlosses alsPfandinhaber besass. Frankenberg war 1360 von Henneberg an dieGebrüder Schenck für 2000 Pfund Heller versetzt, von welchen diePfandschaft auf Würzburg und von diesem Stifte 1389 auf Eberhardvon Buchenau und Wetzel Stein übergegangen war.
105. Waltershausen.
In der unter dem Schlosse Tenneberg liegenden Stadt Walters-hausen lag am Fusse des Burgbergs ein mit adlicher Freiheit begabteskleines Gut, die Kemnotte genannt, welche ohne Zweifel ursprünglichein Burgmannshof einer der in die Burgmannschaft des Schlosses Ten-neberg aufgenommenen Geschlechter war und als deren Besitzer 1466Lips von Farnrode erscheint. Im Anfange des 17. Jahrhunderts wardiese Kemnotte im Besitze derer von Utterodt, von welchen sie aneinen Herrn v. Kötschau und von diesem durch Kauf an den damaligenCapitain-Lientenant Friedrich Bernhardt v. Wangenheim (I.Vier-tel) überging, welcher damals wahrscheinlich als Schlosshauptmann aufTenneberg fungirte. Als er aber als Oberhofmeister an den Churpfäl-zischen Hof berufen war, verkaufte er mittelst Contracts vom 15. Febr.1663 mit unterm 18. Febr. ertheiltem lehnsherrlichen Consens die Kem-notte mit allem Zubehör auch 36 Acker Landes in Langenhayner und24 Acker Land in Waltershäuser Flur für 2100 Mfi. an den Amtsschös-ser Johann Hackspann zuKägelstedt, von welchem diese Besitzungwieder an Burckard Sellenstedt, von diesem an den AmtmannGeorg Röhn auf Tenneberg, dann aber auf den Commissions-RathHopf zu Gotha überging. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts erwarbJohann Mathias Bechstein diese Kemnotte und begründete hier zu-erst, als sein Privatunternehmen, die Forstlehranstalt, welche 1801 vonhier nach D reissigacker bei Meiningen verlegt und zu einer öffent-lichen Anstalt und Forst-Akademie erhoben wurde.
106. Weissensee.
Ueber die Wangenheim'schen früheren Besitzungen in Weissenseesind wir jetzt durch das verdienstliche Werk des Landraths Freiherrn v.