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HI. Euch. III. Abtheilung.
Vetter, Herren zu Wangen heim und Wi nters tein für die Summe von120 gute Gulden an das Kloster zu S, Katharinen vor Eisenach ei-nen Fleck Landes vor Eisenach belegen und „das Ffromdes" ge-nannt mit allen seinen Zubehorungen, Wiesen, Gräben, Wasserlaufen, be-bautem und unbebautem Lande, mit Gerichten, Rechten, Lehen-Rcchteu,theuersten Häuptern, Zinsen und Gewohnheiten ewiglich und erblich, wie
„daz vnszer eidern vnd vorfarn eygen und erbe gewest is \nd
„vff vns ewiglich vnd erblich vorfaln is."
Die Verkäufer übernehmen hierfür die Gewähr, und befreien undeignen das mehrgenanihe „Fleck" genannt das Ffromdes der Aebtissinund dem Convente, wie es freien und eigenen Guts Hecht und Gewohn-heit ist. Das Fleck Ffromdes kam also somit als freies Gut in denBesitz des S. Katharinen-Klosters zu Eisenach, und wenn wir nun 1528in dem Hegister über die Güter dieses Klosters bei seiner Säcularisationtheils Geldzinsen aus dem „Fromis", theils Lassgüter (also verpachteteGrundstücke in „Fromaldis", theils verschiedene Forstorte um den Fro-mis hof und zwischen dem Ober-Ellener und Stedtfelder Holze gelegen,aufgeführt finden, und 1541 Churfürst Johann Friedrich beim Ver-kaufe des Heinhardsbrunner Klosterhofes zu Oberellen (welcher, bei-läufig gesagt, nie ein Nonnenkloster war, wie in der v. Hanstein'schenGeschichte Theil I. pag. 209 angenommen ist) an Gurt von Hansteinauch noch den Frommeishof für weitere 500 Gulden verkauft, so sindwir überzeugt, dass dieser Frommeishof identisch mit dem Fromisund Fromaldis von 1528 und mit dem Ffromdes ist, welches dasKatharinen-Kloster vor Eisenach 1412 von den Gevettern von Wan-genheim erkauft hatte. Wir sind aber auch geneigt in. diesem 1412verkauften freien Gute den letzten Rest und ein Andenken der Grafsehat'ts-Rechte zu erblicken, welche die Herren von W angenheim in der Lop-nitzer Mark besessen hatten, und erinnei-t der Samen Fremdes, Fro-mis, Frommeis hof an den Frohnhof, von welchem aus die Gerichts-barkeit geübt wurde.
Auf den Specialkarten dieser Gegend finden wir den.Hof verschiedengenannt, auf der Karte des Geographischen Instituts zu Weimar überden Thüringerwald 1811 Frömingshof, auf der Weilandschen Kartevom Grossherzogthume S.-Weimar 1817 Frohnishof, auf der Bär-Stie-lerschen Karte vom Herzogthume Gotha 1833 Frohmingsh of, auf derKurhessischen General-Stabs-Karte Frohmigshof, und Ludwig Storchin seinem Wanderbuche durch den Thüringerwald nennt ihn Frommels-hof oder Frommeshof, und wenn der Frommeishof jetzt nichtmehr in dem Eisenacher Weichbilde und dessen Feldmark liegt, so dürfteder Grund dafür wohl nur in seiner Verbindung mit dem Hanstein'schenGute Oberel len liegen, welches durch die bunten Sachsen-Ernestinschen