Bischofstein. Borow. Schloss Brandenburg und Lauchröden. 1013
selbe nun schon 1298 dem Erzbischof Gerhard wieder haben zuwendenwollen, was aber nicht zur Ausführung gekommen, dagegen kamen dieHardenberg auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise in den Besitz,und öffneten dieses Schloss 1317 dem Landgrafen Otto, indem sie das-selbe gegen Empfang von jährlich G Mark Silbers zu Burgmannlehn auf-trugen und nun als Hessische Burgmänner dort sassen, was jedoch demMainzer Erzbischof Mathias so unangenehm war, dass er nun im Jahre1326 das Schloss Stein den Gebrüdern von Hardenberg für die hoheSumme von 2300 Mark fein Silber Göttinger Währung abkaufte, und esbald wieder an die Herren von Hanstein verpfändete, von denen er1341 die eine Hälfte wieder einlöste und 712 Mark darauf schuldig blieb,die andere Hälfte besassen zu einem Viertel Beringer \. Schönstedtund sein Bruder, und das letzte Viertel Reinhard Keudel, Hermannv. Ershausen, Apel Proysse und Stephen v. Tastungen, vonwelchen diese Hälfte auf Bertold v. Worbis und Johann von Win-zingerode überging, von welchen das Erzstift sie 1351 wieder einlöste.Seitdem scheint die Burg im Erzbischöflichen Besitze geblieben und durchBurgmänner vertheidigt zu sein.
13. Borow.
Am Montage nach Laurentii 1353 wurde der Edele Botho v. Yle-burg mit dem Dorfe Borow beliehen, wie der Edele Friedrich vonWangenheim solches früher besessen
Dieses Borow im Districte von Grossenhain ist anscheinend dasjetzige Dorf Bor au bei Crakau, welches gegenwärtig zu dem der Stan-desherrschaft Königsbrück einverleibten Rittergute Glauschwitz .ge-hören soll.
Der Wangenheim'sche Besitz ist jedenfalls nur ein sehr kurzer undvorübergehender gewesen.
14. Schloss Brandenburg und Lauchröden.
Die Geschichte des Dorfs Lauchröden und der darin befindlichenRittergüter ist eng verknüpft mit derjenigen des Schlosses Brandenburgund dessen Besitzern, und kommt nur für den kurzen Zeitraum von un-gefähr 100 Jahren, vom Anfange des Vorigen Jahrhunderts bis zum Jahre1812j hier in Betracht, während welcher Zeit ein ausgestorbener Zweigdes IL Viertels des Wintersteiner Stammes der Herren von Wangen-heim Besitzer eines Ritterguts in Lauchröden war.
Zur Geschichte des Schlosses Brandenburg und des sich davonnennenden Grafen-Geschlechts hat der selige Professor Rein zu Eise-