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III. Buch. II. Abtheilung.
welches darauf einige Jahre Winter-Residenz-Palais Königs Georg V.war, bis es ums Jahr 1864 der Residenzstadt Hannover als neues Rath-haus überlassen wurde.
Auch das jetzt der Königlichen Polizei-Direction überwiesene HausNroi 33 der Brandstrasse war während der Jahre von 1806 bis 1816 imBesitze des damaligen Oberschenks v. W an g e n h e i in, während sein Oheim, derGeneral Christoph August v. Wangenheim, lange Jahre das Eck-haus der Breitenstrasse und der grossen Wallstrasse besass und bewohnte,welches nach seinem Tode von seiner einzigen Tochter, der Ministerinvon Schulte, an den Senator Bruns verkauft wurde, welcher seineTabacksfabrik dahin verlegte.
Zwischen Hannover und Herrenhausen hatte Georg Augustund seine Gemahlin während der Jahre von 1779 bis 1786 aus mehrerenzusammengekauften Gärten einen geschmackvollen Bark gebildet, dessenPflege bis zu ihrem Tode 1823 eine Lieblingsaufgabe der an den Gabinets-Minister von der Becken wieder verheiratheten Witwe des Oberhof-marschalls Georg August war, und dessen Villa sie im Sommer stetsbewohnte. Ihr Sohn, der Graf von Wangenheim, erbaute 1826 und1827 zwei neue stattliche Häuser, ein Stall- und ein Küchengebäude indiesem Garten, und war im Begriff an die Stelle des abzubrechenden altenleicht gebauten Wohnhauses ein grösseres neues Haus zu erbauen, als dasJahr 1848 störend dazwischen trat, und darauf seine Krankheit und seinTod die Ausführung seines Planes hinderte. Seine Witwe überliess auchdieses Besitzthum auf des Königs Wunsch der Krone, und der Wangen-heim'sche Garten wurde nun mit den Anlagen des Georgen-Parks vereinigt,
Das von der Gräfin Wangenheim nach dem Verkaufe des Hausesan der Friedrichstrasse erkaufte Haus am Georgs-Platz fiel aus der Erb-schaft ihres Eideicommiss-Erben des Regierungs-Raths v. d. Decken zuMelkhof dem Afrika-Reisenden Carl v. d. Decken zu, und ging späterin den Besitz des Ober-Cammerherrn Freiherrn Knigge über.
Jetzt beschränkt sich der Wangenheim'sche Grundbesitz in der K.Residenzstadt Hannover auf das Haus, welches der Rittmeister Wal-rab Freiherr v. Wangenheim im neuen Stadttheile an der Ellerstraesezu einbauen im Begriff ist.
6. Holtensen bei Hameln.
Im Kirchdorfe Holtensen bei Hameln besassen die Herren vonPost seit mehreren Jahrhunderten einen Rittersitz, welcher aus einem im14. oder zu Anfang des 15. Jahrhunderts von denen v o n Münchhausenerworbenen Eigenthume entstanden war. Die Herren v. Post, von denenim 17. Jahrhundert eine noch blühende Linie sich nach Oesterreich, eine