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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

storben 1742) folgten ihm. Beider Erbschaft ging auf Bernhardt Chri-stophs einzigen Sohn Adam Julius (geboren 1721, gestorben 1763)über, welcher auch das Oberschloss aus Philipp Werners Kachlasskäuflich erstanden hatte, und das auf diesem Erblehngute erbaute neueWohnhaus dem alten baufällig gewordenen Mittelschlosse wohl vorzog.Nach seinem Tode glaubte die durch die Verschwendung seiner Witwein mancherlei Verlegenheiten gesetzte Vormundschaft für seine nachgelas-senen drei Söhne die beträchtlichen Kosten für die Erhaltung des altenSchlosses nicht mehr aufwenden zu dürfen. Nachdem in den 60er Jahrendes vorigen Jahrhunderts zuerst das Dach abgenommen war, wurde dasGanze bald zur Ruine, aus der jeder Orts-Einwohner sich Bau-Materialentnahm, und so sind jetzt ausser dem viereckigen Thurme kaum nochdie Fundamente der Gebäude übrig. Bei der Theilung unter den Söhnenvon Adam Julius erhielt 1783 der älteste Friedrich Adam Julius(geb. 1749, gestorben 1800) das Mittelgut, und dessen Enkel besitzen esnoch gemeinschaftlich, während ihre Väter, der weil. Ober-LandjägermeisterJulius Wilhelm Moritz (geb. 1788, gestorben 1859) und der General-lieutenant Alexander Friedrich Ludwig (geb. 1792, gestorben 1867),sich auf dem freien Hofe vor der Buine ein hübsches Landhaus zum ge-meinschaftlichen Sommeraufenthalt erbaut haben. Jetzt erbaut sich derOberst Ernst, des Generals Alexander Sohn, ein neues Haus über derSchäferei am rechten Ufer der Emse.

35. Wolfsbehringen.

Bezüglich des Dorfs Wolfsb eh ringen ist inj Allgemeinen zu be-merken, dass dessen Verhältnisse und Geschichte eng mit derjenigen desangrenzenden Gr osse n beh ringen stets verknüpft gewesen ist.diesem vereint wird es zunächst urkundlich als Besitzthum des StiftsHersfeld erwähnt; aus der Erbschaft des Hermann v. Brandenfelsging es mit Grossenbehringe n zusammen in Wangenheim'schen Besitzüber, und bei der Vertheilung des Nachlasses Hans des Aelteni 1469wurde es mit 0 rosse n behringen seinen beiden Söhnen Balthasarund Friedrich gemeinschaftlich zugetheilt. Balthasar hinterliess keineSöhne, und seines Bruders Friedrich Söhne Friedrich und Apeltheilten schliesslich die Erbschaft desselben mit ihrem Vetter Hans, Lu-tzens Sohn, wodurch dieser wie an Winterstein so an Grossenbeh-ringen und Wolfsbehringen ein Viertel erwarb, die übrigen 3 /4 derBehringer Besitzungen aber durch die Theilung der Brüder Friedrichund Apel vom Jahre 1513 an den letztern und somit in den Besitz desIV. Viertels des Stammes Winterstein kam, bei dessen Aussterben dieI. Branche des III. Viertels in dessen Güterbesitz succedirte und sich