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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheilung.

geborenen von Seebach allerdings Besitzer und, wenn ihn sein Dienstnicht in Eisenach fesselte, Bewohner des untern Schlosses Winter-stein, wo er öfters den Besuch seines Landesherrn Herzog JohannCasimir empfing, und so lässt es sich erklären, dass er in seinem Garteneinem alten treuen und klugen Hunde ein Denkmal setzte, wozu vielleichtsein Sohn Hans Ludwig die halbpoetische Inschrift verfasste, da erauch später sich durch Gelegenheits-Gedichte bemerkbar gemacht habensoll. Dass aber dabei in irgend welcher Weise kirchliche Begräbniss-Gebräuche missbraucht und profanirt sein sollten, müssen wir bei dem aus-gesprochenen tief religiösen und kirchlichen Sinne des Jägermeisters Chri-stoph entschieden verneinen, und für eine böswillige Fabel erklären,welche erst dem glaubensarmen 18. und 19. Jahrhundert ihren Ursprungzu danken hat.

Das Mittelschloss Winterstein.

Bei der brüderlichen Theilung von 1601 war das mittlere SchlossWinterstein, wie wir schon gesehen haben, Melchior demJüngernztTheil geworden, welcher aber schon 1610 in blühendem Mannesalter verschiedund zwei unmündige Söhne hinterHess, von denen nur einer BernhardChristoph (gestorben 1657) seinen Stamm fortsetzte. Als der jüngsteseiner hinterlassenen Söhne Bernhard Heinrich (geb. 1652, gestorbenam 22. Juli 1719) mündig geworden war, schritten seine noch übrigenSöhne Hans Reinhard, Friedrich Jobst und der ebengenannte Bern-hard Heinrich am 25. Decbr. 1673 zu einer Theilung der väterlichenGüter, aus welcher wir Folgendes über die damalige Beschaffenheit desMittelschlosses Winterstein ersehen:

1. Die Häuser sind also getheilet worden, dass das fördereHauss mit dem darunter befindlichen Keller, Gewölwe, Stuben vKammern, und allem so darzu gehöret, wie auch die Schul-Stubendas obere Gewölwe zusamt dem kalten Hauss-Ehren, alle Scheureiund Ställe so zum Hauss Winterstein gehören wie auch derBreterSaal zum Buchstaben A gesetzet worden. Es ist auch da:ganze Hinterhauss mit dem darunter befindlichen Keller, jedochdass die Frave Mutter im Backhausse bei ihrem Leben zu backenhaben soll, zu diesem theil geschlagen.

Zum Buchstaben B ist gesetzt worden, dass Forwerk zu Sonnborn neben der Schennk gelegen mit allen darzu gehörigen Schemenvnd Ställen, darzu auch vom Wintersteinschen Hohen Haudie Untere Saalstuben, Saal vnd Kammer dabei, die pein Kammerund der überste Boden doruff.

Zum Buchstaben C ist gesetzet der Schaff hoff' zu Sonneborn mit